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Immer gut in Form
oder: Wie der Zucker ins Tütchen kommt

Daß Südzucker etwas mit Zucker zu tun hat, liegt auf der Hand. Weniger bekannt ist, daß auch die attraktiven Zuckerwürfel, Zuckertütchen, Zuckersticks und sonstige Gastronomiepackungen aus der Unternehmensgruppe Südzucker kommen. Die Redaktion des »Food Forum« hat die Firma van Oordt, ein traditionsreicher niederländischer Betrieb, in Oud Beijerland besucht. Van Oordt, ist ebenso wie das renommierte deutsche Verpackungsunternehmen Hellma und weitere Vertriebs- und Verpackungsfirmen Mitglied der 1998 von der Südzucker-Gruppe gegründeten Portion Pack Europe Holding (PPEH). Lesen Sie hier Auszüge aus dem Bericht:

Wir sitzen im Büro des niederländischen PPEH-Geschäftsführers Gerard Nota. Vor uns liegen unzählig viele Portionspackungen. Neben Sugar Sticks, Marmeladetöpfchen, Ketchuppäckchen und vielem anderen mehr auch verschiedene Lucky Sugars, kleine bunte, an Glückskekse erinnernde Zuckerpyramiden, die jüngste Innovation des Niederländers. Sobald er von Verpackungen und seinen vielen neuen Ideen erzählt, gerät Gerard Nota ins Schwärmen. Langsam werden wir richtig neugierig darauf, wie denn der Zucker nun in die Tütchen kommt. Mit Block, Stift und Kamera ausgerüstet machen wir uns auf zur Werksbesichtigung.

»Von der Idee zur Verpackung«, lautet das Motto der Firma. Wir beginnen unseren Rundgang daher im Grafikbüro. Dort entwerfen Grafiker wie Martin Louwerse am Computer Verpackungsdesigns für die unterschiedlichsten Produkte: bunt gemusterte Tütchen für eine Firma, die Lucky Sugar in ihr Sortiment aufnehmen möchte, ein Motiv mit knackig-frischen roten Erdbeeren für Marmeladetöpfchen, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch das Material der zukünftigen Verpackung muß festgelegt werden, wobei diverse Vorgaben (nicht zu schwer, stabil, umweltfreundlich etc.) berücksichtigt werden müssen.

Ist der Kunde mit den Entwürfen zufrieden, werden sie in der angrenzenden Druckerei und Fabrik umgesetzt. »Die Druckerei ist das Herz des Unternehmens«, erklärt uns Gerard Nota. An die 400 Druckaufträge gehen jede Woche ein und werden von 18 Mitarbeitern in drei Schichten bearbeitet. Rund um die Uhr sausen die großen weißen Papierrollen durch die riesigen Maschinen, um bedruckt mit den unterschiedlichsten Mustern, Motiven und Logos an der Rückseite wieder herauszukommen.

Das bedruckte Material wandert weiter in diverse Verpackungsmaschinen in der großen Fabrikhalle. Hier erhält es seine Form, wird je nach Bestimmung ausgeschnitten, gefalzt, ausgestanzt und mit einer kleinen, genau abgemessenen Portion des ihm zugedachten Produkts gefüllt und schließlich verschlossen. Die zu verpackenden Produkte reichen von Zucker, Pfeffer und Salz über Marmelade und Erdnussbutter bis hin zu Erfrischungstüchlein und vielem mehr. Sie werden in großen Mengen von den Erzeugerfirmen angeliefert, bei van Oordt gelagert, nach den Wünschen der Erzeuger verpackt und dann klein und portionsgerecht an Hotels, Krankenhäuser, Restaurants, Fluggesellschaften und ähnliche Abnehmer verteilt. McDonalds oder Mitropa sind nur zwei Beispiele für große Firmen, die ihre Produkte von PPEH verpacken lassen.

In der großen Werkshalle voller Technik hat die Musik aus dem Lautsprecher Probleme, die Maschinengeräusche zu übertönen. Jede »Sorte« Portionspackungen wird an einer eigenen Maschine bearbeitet. Auch die LuckySugar-Verpackung hat ihre ganz spezielle Maschine, in Kürze wird für den pyramidenförmigen Zucker sogar noch eine weitere geliefert. Diese papiersparende neueste Innovation aus dem Hause van Oordt scheint wirklich Glück zu bringen, profaner ausgedrückt, sich gut zu verkaufen

Zum Schluß gehen wir noch in einen kleinen Nebenraum mit zwei Computern. Hier sitzt Hennie Kaptein und kontrolliert an einem Bildschirm zum zweiten Mal, ob die Abfüllmengen auch wirklich stimmen. »Es beruhigt die Mitarbeiter ungemein, wenn sie wissen, daß nicht nur direkt an der Maschine geprüft wird«, erklärt sie uns. Sollte also tatsächlich mal eine Maschine falsch portionieren, wird Hennie Kaptein sofort Alarm schlagen und den Fehler beheben. Es ist für jede Eventualität vorgesorgt. Das erklärte Ziel von Gerard Nota, jedes Jahr 40% weniger Beschwerden zu bekommen, ist also durchaus nicht unrealistisch.

Aus: Food Forum. Magazin für die Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Ausgabe 10, Oktober 2000, Seite 22-23. Die auszugsweise Wiedergabe erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.



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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 29.04.2015